Kündigung in der Probezeit?

Zum einen wäre zu aller erst zu prüfen ,ob ein Ausbildungsverhältnis eingegangen wurde oder ob es sich um ein "normales" Arbeitsverhältnis handelt.

 

Die Kündigung in einem Ausbildungsverhältnis ist äußerst schwierig und kann häufig nur außerordentlich erfolgen.

 

Die ordentliche Kündigung eines normalen Arbeitsverhältnis innerhalb der Probezeit von sechs Monaten unterliegt noch nicht dem Schutz des Kündigungsschutzgesetzes und muss grundsätzlich auch nicht begründet werden.

 

Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Probezeitkündigung rechtswirksam erfolgte. Es können zahlreiche Fehler gegeben sein, die man zunächst nicht beachtet hat. Daher sollte auch eine Kündigung in der Probezeit immer überprüft werden.

 

 

Probezeit

Das eine Probezeit von maximal sechs Monaten normalerweise vereinbart wird, hängt mit dem Kündigungsschutzgesetz zusammen. Hiernach sind Arbeitnehmer gegen ungerechtfertigte Kündigungen geschützt, nachdem sie mehr als sechs Monate beim Arbeitgeber angestellt sind.

 

Nach dem Kündigungsschutzgesetz muss tatsächlich ein Kündigungsgrund vorliegen.

 

Möglicherweise hat der Arbeitnehmer durch sein Verhalten gegen den Arbeitsvertrag verstoßen. Alternativ könnte durch eine unternehmerische Entscheidung der Arbeitsplatz des Arbeitnehmers weggefallen sein in diesem Fall müsste eine Sozialauswahl getroffen werden, bevor die Kündigung erfolgt.

Dauer der Probezeit

Sollte es sich bei dem Arbeitsvertrag um ein normales Arbeitsverhältnis handeln (und nicht um ein Ausbildungsverhältnis), so wäre weiterhin zu prüfen, welche Dauer der Probezeit vereinbart wurde, ob die Kündigung vor Ablauf der sechsmonatigen Betriebszugehörigkeit erfolgte.

 

Möglicherweise haben Sie das Arbeitsverhältnis bereits vor Vertragsschluss tatsächlich begonnen.

Formelle Fehler der Kündigung in der Probezeit

Es ist bei einer Probezeitkündigung zu prüfen, ob auch diese Kündigung formell wirksam erfolgte. Möglicherweise war der Kündigende, der die Kündigung gegengezeichnet hat, nicht befugt, eine Kündigung aussprechen. Möglicherweise wurden Kündigungsfristen nicht eingehalten.

Kündigungsfristen

Grundsätzlich wäre auch zu prüfen ob die gesetzlichen Kündigungsfristen, welche natürlich auch innerhalb der Probezeit gelten, eingehalten wurden. Nach § 622 III BGB kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von lediglich zwei Wochen gekündigt werden.

 

Entweder handelt es sich um eine fristlose Kündigung oder um eine ordentliche Kündigung, bei welcher der Arbeitnehmer meist jedoch bis zum Ende der Kündigungsfrist von der Arbeit freigestellt wird.

 

Außerordentliche fristlose Kündigung

Im Falle einer fristlosen Kündigung, muss der Kündigungsgrund auf Verlangen mitgeteilt werden. Sollte tatsächlich eine fristlose Kündigung erfolgt sein, so müssen Sie hiergegen dringend vorgehen und Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

 

Hierbei haben Sie eine Klagefrist zu beachten. Sollte innerhalb von 21 Tagen, bzw. von drei Wochen keine Klage beim Arbeitsgericht eingehen, so wäre die Kündigung wirksam.

 

Neben dem Verlust des Arbeitsplatzes droht Ihnen zugleich eine Sperrzeit beim Arbeitsamt oder vom Jobcenter. Dies bedeutet, dass Sie für bis zu 12 Wochen keine Sozialleistungen erhalten und auch nicht über die Sozialleistungsträger krankenversichert sind.

Urlaub in der Probezeit Urlaubsabgeltung

Abschließend wäre die Frage zu klären, ob bereits Urlaubsanspruch erworben wurde. Dies hängt davon ab, wie lange das Arbeitsverhältnis bis aktuell dauerte. Nach sechsmonatigen bestehen hat man den vollen Anspruch auf Jahresurlaub erworben. Davor hat man für jeden Monat einen anteiligen Anspruch auf Jahresurlaub, welcher bei Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt werden muss (Urlaubsabgeltung), sollten sie wirklich bereit genommen haben.

   

          Rechtsanwalt

    Matthias A. Degelmann

              zugleich

Fachanwalt für Arbeitsrecht

 

  Neue Kanzleianschrift:

  Kaiserstraße 13
  D- 97070 Würzburg

  tel.  0931.46 78 90 90

  fax  0931.46 78 90 91

  info@kanzlei-degelmann.de

 

____

In Kooperation mit:

 

Rechtsanwalt Dr. B. Tamm

Fachanwalt für Medizinrecht

und für Versicherungsrecht

www.tamm-law.de

 

Rechtsanwalt Würzburg. Fachanwalt für Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Spezialist Arbeitsrecht  Würzburg. Rechtsanwalt Kündigung Würzburg. Rechtsanwalt Abmahnung Würzburg .Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwalt Kündigung Würzburg. Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwälte Arbeitsrecht Würzburg.

 

 

 

Rechtsanwalt Würzburg. Fachanwalt für Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Rechtsanwalt Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Sozialrecht Würzburg .Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwalt Kündigung Würzburg. Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwalt Spezialist Arbeitsrecht Würzburg.

Rechtsanwalt

Fachanwalt

Rechtsanwalt Würzburg. Fachanwalt für Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Verkehrsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Kündigung Würzburg. Rechtsanwalt Abmahnung Würzburg .Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwalt Kündigung Würzburg. Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwälte Arbeitsrecht Würzburg.

Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Spezialist Arbeitsrecht Würzburg .Anwalt für Arbeitsrecht Würzburg. Kanzölei für Arbeitsrecht Würzburg. Anwalt Arbeitsrecht Würzburg. Anwalt Kündigung Würzburg.Rechtsanwalt Würzburg. Fachanwalt für Arbeitsrecht Würzburg. Rechtsanwalt Würzburg. Fachanwalt Arbeitsrecht Würzburg.